Kräutertherapie

Kräuter

In der Kräutertherapie – auch Phytotherapie genannt – werden auf Basis der Diagnose verschiedene Einzelmittel zusammengestellt. Zum größten Teil handelt es sich dabei um Arzneien pflanzlicher Herkunft. Selten kommen auch Mittel mineralischen oder tierischen Ursprungs zum Einsatz. Aus der Kräutermischung wird häufig eine Abkochung (Dekokt) hergestellt, die eingenommen wird. Möglich sind auch andere Verabreichungsformen wie Granulate oder Pillen.

 

Die Auswahl der einzelnen Arzneimittel wird durch deren Wirkung und Eigenschaft bestimmt. Jedes Mittel – wie auch jedes Nahrungsmittel – weist ein bestimmtes Temperaturverhalten auf. Es ruft im Körper eine Reaktion hervor, die in mehrere Stufen von kalt bis heiß eingeteilt wird. Diese Wirkung lässt sich leicht nachvollziehen, wenn man beispielsweise eine Chilischote zerbeißt.

 

Die Geschmacksqualität ist ein weiterer Aspekt, der für die Einteilung von Kräuter bzw. Nahrungsmittel wichtig ist. Die geschmacklichen Eigenschaften - sauer, bitter, süß, scharf, salzig, neutral - stehen im direkten Zusammenhang mit ihrer Wirkrichtung und ihrem Wirkort. Der Geschmack gibt also Auskunft darüber, wo im Körper ein Präparat wirken soll bzw. ob die Wirkung mehr nach unten oder nach oben, nach innen oder nach außen gerichtet ist.

 

Die Zusammenstellung einer Teemischung greift auf diese beiden Kriterien zurück. Natürlich muss auch das Zusammenwirken der einzelnen Bestandteile berücksichtigt werden.