Moringa oleifera - Meerrettichbaum

Moringa

Moringa - eine in Mode gekommene und doch schon seit jeher genutzte Pflanze zum Heilen und zum Essen. Gerne wird Moringa heute auch als Wunderbaum bezeichnet und er wird mit Superlativen überhäuft, weil er mit allen möglichen Inhaltsstoffen gefüllt ist: Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien, Chlorophyll, Pflanzenhormone wie Zeatin etc. Es können alle Pflanzenteile für Ernährung und/oder Medizin verwendet werden, von der Wurzel über die Blüten bis zu Blättern und Samen. Der Moringa stammt aus Asien bzw. Afrika. Es gibt unterschiedliche Arten. Die hier beschriebene Pflanze kommt aus dem indischen Raum, woher sie auch ihren Namen hat.

Moringablüte

Die deutsche Bezeichnung Meerrettichbaum verrät die Schärfe der Wurzeln und in verminderter Form der Blätter. Moringas kommen mit kargen Bedingungen zurecht, aber es muss warm genug sein, idealerweise über 25 °C und nicht zu nass. Sie wachsen sehr schnell, im Idealfall bis zu mehreren Metern pro Jahr. Sowohl seine Wuchsfreudigkeit, gerade unter nicht so guten Verhältnissen, als auch seine Inhaltsstoffe machen den Moringabaum im Kampf gegen Unter- und Fehlernährung interessant.

Moringaschoten

Die asiatischen Medizinrichtungen, vor allem die ayurvedische Medizin, schätzen und nutzen Moringa seit mehreren Tausend Jahren. Die Liste der Krankheiten, die mit Moringa geheilt werden sollen, ist sehr lang und reicht von Augenerkrankungen über Erkältungskrankheiten bis zu Verdauungsproblemen. Aus Sicht der chinesischen Medizin hat Moringa auf jeden Fall etwas mit der Wandlungsphase Erde (Mitte), also der Verdauungszentrale zu tun. Sie ist eine der wichtigsten „Energieproduzenten“, da der Körper nur etwas nutzen kann, das verarbeitet, also verdaut wurde. Wenn der Motor dieser Wandlungsphase rund läuft, dann haben letztendlich alle fünf Wandlungsphasen etwas davon. Moringa kann zum einen die Erde in ihrer Funktion unterstützen. Gleichzeitig ist Moringa mit seinen vielen Vitalstoffen ein wertvolles Nahrungsmittel, woraus die Erde Energie, also Qi, produzieren kann. Damit leistet Moringa einen nicht zu unterschätzenden Beitrag, um Gesundheit herzustellen und zu erhalten.

Moringa hat einen sehr hohen Anteil an Antioxidantien. Das sind Verbindungen, die die sogenannten freien Radikalen neutralisieren können. Freie Radikale werden u.a. durch UV-Strahlung, Stress, einseitige Ernährung vermehrt gebildet. Wenn sie zuviel vorhanden sind, werden sie für Zellschädigungen, das Altern und verschiedene degenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Arteriosklerose verantwortlich gemacht. Antioxidantien helfen, die freien Radikale einzudämmen und damit solche Folgen unwahrscheinlicher zu machen. Moringa hat von diesen Stoffen mehr vorzuweisen als andere Pflanzen. Von den 20 essentiellen Aminosäuren, also den Eiweißbausteinen, die der Körper nicht selbst herzustellen vermag, besitzt Moringa 18. Das macht diese Pflanze auch sehr attraktiv für Vegetarier. Interessant sind auch die Moringasamen. Zum einen wird aus ihnen ein Öl gewonnen, das sehr stabil ist und in Küche, Medizin und Kosmetik eingesetzt werden kann. Andererseits hat man in jüngster Zeit entdeckt, dass mit weniger als einem Gramm Samenpulver ein Liter verunreinigtes Wasser wieder trinkbar gemacht werden kann. In Gegenden, wo sauberes Wasser Mangelware ist, ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Moringa2

Moringa wird in den unterschiedlichsten Formen verwendet. Die Blätter und jungen Schoten können als Gemüse gegessen werden. Alle Teile eignen sich für die Zubereitung von Tee. In Europa, wo frische Moringablätter selten zu bekommen sind, haben sich schonend getrocknete Blätter bzw. ein Pulver daraus bewährt. An der satten hellgrünen Farbe und am heuartigen Duft kann man die Qualität des Pulvers feststellen. Das Pulver oder die getrockneten Blätter lassen sich gut in der Küche verarbeiten. Beliebt sind grüne Smoothies, die mit Moringapulver angerührt werden.