Kaki – Diospyros kaki

Kaki

Der Kakibaum, der zur Familie der Ebenholzgewächse gehört, stammt aus Asien. Dort wird die orangefarbene Frucht, die Kaki, chinesische Pflaume genannt. Der botanische Name „Diospyros kaki“ bedeutet „göttliche Birne“. Weitere Bezeichnungen sind Honigapfel und Sharonfrucht (oder Sharoni), benannt nach dem Sharon-Tal in Israel, wo diese spezielle Züchtung herstammt. Gegenüber der ovalrunden Kaki hat die kleinere, flachere Sharon keine Tannine (Gerbstoffe) und kann deshalb schon im unreifen Zustand verzehrt werden. Die Kaki baut ihren Tanningehalt mit fortschreitender Reife oder durch Frost ab. Bei Vollreife ist daher der herbe Geschmack der Tannine, der adstringierend (zusammenziehend) wirkt und die Zunge pelzig macht, kaum mehr vorherrschend. Die Kaki ist dunkelorange, die Sharon heller, eher gelblich.

Kakifrucht

Der Geschmack der Kaki ist süß und etwas herb. Sie wird in der chinesischen Medizin als kühlend bis kalt sowie befeuchtend eingestuft. Mit ihren Wirkungen wird die Kaki in der Diätetik der TCM genutzt, um hitzige und/oder trockene Krankheitszustände zu behandeln. Dazu gehören Atemwegserkrankungen, die mit trockenen Schleimhäuten und trockenem Husten einhergehen. Die Kaki befeuchtet Lunge und Schleimhäute und wirkt kühlend auf einen eventuell vorhandenen Entzündungsbereich. Dadurch kann sich Schleim in Lunge und Bronchien lösen. Die befeuchtende Wirkung ist auch gut für den Verdauungsapparat. Voraussetzung ist auch hier eine vorherrschende Trockenheit und Hitze. Wenn stattdessen ein kalter Prozess in Magen oder/und Darm vorhanden ist, dann sollte die Kaki nicht gegessen werden. Sie würde die Kälte noch verstärken. Bei Trockenheit und Hitze allerdings kann der gesamte Magen-Darm-Komplex von Feuchte und Kühle der Kaki profitieren, z.B. bei Verstopfung und Hämorrhoiden.

Kaki aufgeschnitten

Kühle und Feuchtigkeit sind Ausdrucksformen von Yin, dem Gegenstück zu Yang. Die Kaki ist imstande, einen Mangel an Yinkraft auszugleichen. Man spricht hier von einem Mangel an Körpersäften, der sich in trockenen Schleimhäuten, trockenen Augen und trockener Haut zeigen kann. Wenn Yin zuwenig vorhanden ist, kann sich das auch in erhöhtem Blutdruck äußern. Der Saft der Kaki und sogar der Stiel der Kakifrucht werden von der chinesischen Medizin hier eingesetzt, um, wie es heißt, das Herz zu kühlen und zu befeuchten.

 

Die Kakifrucht wird im rohen Zustand gegessen oder als Saft getrunken. Die Schale kann bei der vollreifen Kaki auch mitgegessen werden. In Asien ist es zudem verbreitet, die Kakifrüchte zu trocknen bis sich durch den hohen Zuckergehalt weiße Kristalle auf der Oberfläche bilden – so genannter Kakireif. Getrocknete Kakis werden vor allem bei Husten eingesetzt. Kakis sind eine gute Quelle für die Vitamine C und A, letzteres auch im getrockneten Zustand. Außerdem enthalten sie Eisen und Jod sowie weitere Spurenelemente.