Löwenzahn – Taraxacum officinale

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Der Löwenzahn ist auf der ganzen Welt in den gemäßigten Breiten anzutreffen. Er blüht von April bis Juni. Die deutsche Bezeichnung der Pflanze bezieht sich ebenso wie die französische (dent de lion) auf die scharf gezackten Blätter. Der botanische Name taraxacum hingegen stammt aus dem Arabischen und verweist auf die harntreibende Wirkung des  Gewächses. Entsprechend finden sich in der deutschen Umgangssprache auch Bezeichnungen wie Bettnässer oder Bettseicher. Außerdem sind auch Namen wie Kuhblume, Pusteblume, Maiblume, Ackerzichorie und Wiesenlattich bekannt.

 

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Die harntreibende Wirkung von Löwenzahn ist eine seiner Haupteigenschaften. Er kann zur Durchspülungstherapie bei Blasenentzündung verwendet werden bzw. um Nierensteine/-grieß vorzubeugen. Die durchspülende und somit auch reinigende Kraft dieser Pflanze wird genutzt, um den Körper zu entschlacken und zu entgiften, beispielsweise im Rahmen einer Frühjahrskur. Löwenzahn eignet sich hervorragend, um Ablagerungen durch Umweltbelastung, Medikamente oder Nahrungsmittel auszuleiten.

 

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Die Maiblume schmeckt bitter bis süß und wirkt kühlend. Ihr bitterer Geschmack verweist – in der chinesischen wie in der europäischen Pflanzenheilkunde – auf Leber und Galle. Löwenzahn fördert die Gallenausscheidung und verhindert die Entstehung von Gallensteinen. Über Leber und Galle beeinflusst der Löwenzahn die Verdauung auf positive Weise. Daher wird er als Bittermittel bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Bei längerer Einnahme soll er auch den Cholesterinspiegel senken.

 

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Die kühlende Wirkung des Löwenzahns macht man sich auf dem großen Gebiet der Entzündungen zu Nutze. Vor allem bei Entzündungen im oberen Körperbereich wie Augen, Kehlkopf oder Hals wird er eingesetzt, aber auch bei entzündlichen Hauterkrankungen oder bei Allergien. Wenn der Kopf vor Wut oder Zorn raucht und der Mensch gereizt ist, kühlt Löwenzahn ebenfalls. Die Hitze wird gemindert und die angestaute Energie kann auf andere Weise positiv genutzt werden.

 

Beim Löwenzahn können alle Pflanzenteile verwertet werden. Vor allem die jungen Blätter im Frühjahr eignen sicht gut für einen Salat. Blätter und Wurzel können abgekocht und als Tee genossen werden. Im Handel gibt es Löwenzahn auch in Form von Presssaft oder Tinktur.